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Gemeinde Jüchen
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41363 Jüchen

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Global Nachhaltige Kommune

Nachhaltiges Handeln der Kommunen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die ehemalige Gemeinde Jüchen, heutige Stadt, ist sich dessen bewusst und nahm an dem am 20. Januar 2016 gestarteten Projekt „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ teil. Als eine von 15 Modellkommunen wird sie in den kommenden anderthalb Jahren unter Beteiligung von Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie erstellen.

Das Projekt wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) mit  Unterstützung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global durchgeführt.

Neben der Stadt Jüchen nehmen an dem Projekt unter anderem auch Großstädte wie Köln, Dortmund und Münster sowie auch mittelgroße und kleinere Kommunen nebst zwei Kreisen teil.

An der Auftaktveranstaltung am 20. Januar 2016 in Bonn nahmen über 100 Teilnehmer aus NRW teil. Kommunalvertreter, Zivilgesellschaft, Vertreter von Landesministerien und den kommunalen Spitzenverbänden diskutierten gemeinsam über die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene.

Die teilnehmenden Kommunen verfügen nach Ablauf des Projekts über eigene kommunale Handlungsprogramme für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei wird Bezug auf globale Nachhaltigkeitsziele unter Berücksichtigung der Strategien auf Bundes- und Landesebene genommen.


Projektablauf

Die Entwicklung einer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie ist ein anspruchsvoller Prozess, da vor Ort eine Vielzahl an Akteuren involviert und unterschiedliche Themen integriert werden (z.B. Klimawandel, Biodiversität, Demografischer Wandel, Migration, Arbeit und Wirtschaft).
Das Modell zur Entwicklung der lokalen Nachhaltigkeitsstrategie im Projekt „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ umfasst die nachfolgenden, wesentlichen Schritte:

  1. Der erste Schritt betrifft die Organisation des Prozesses zur Entwicklung, späteren Umsetzung und kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsstrategie. Dazu gehört die Information aller relevanten institutionellen Akteure und der Bevölkerung über das Vorhaben zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Zudem werden querschnittsorientierte Arbeitsstrukturen eingerichtet.
     
  2. In der Phase der Bestandsaufnahme wird mit quantitativen und qualitativen Methoden analysiert, in welchen Bereichen (z.B. Gesundheit, Wirtschaft, Energieversorgung, Wohnen etc.) dringende Handlungserfordernisse im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bestehen.
     
  3. Auf dieser Grundlage kann die eigentliche Erarbeitung des Handlungsprogramms als strategisches Konzept erfolgen. Diese Erarbeitung findet in einem partizipativen Prozess statt, bei dem es unterschiedlichen Akteuren ermöglicht wird, ihre Vorstellungen, Wünsche und Ressourcen einzubringen. Am Ende dieses Prozesses werden die Ergebnisse in einem 1. Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst.
     
  4. Durch einen formellen Beschluss des Rates wird die Nachhaltigkeitsstrategie offiziell beschlossen und als grundlegendes Handlungsprinzip in allen Bereichen der kommunalen und regionalen Entwicklung legitimiert.
     
  5. Nach dem formellen Beschluss der Nachhaltigkeitsstrategie beginnt in der weiteren Phase die Umsetzung der in dem Handlungsprogramm formulierten Maßnahmen entsprechend der festgelegten zeitlichen Abfolge.
     
  6. Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) erfolgt ein regelmäßiges indikatorengestütztes Monitoring zur Evaluation der Strategie. Dadurch wird gewährleistet, dass die Strategie an veränderte Rahmenbedingungen angepasst wird und aktuell bleibt. Die Ergebnisse werden wiederum in einem Nachhaltigkeitsbericht aufgezeigt.

Organisation und Arbeitsstrukturen

Eine koordinierende Stelle in der Verwaltung, besetzt durch Herrn Michael Schmeißer, fungiert als Kontaktperson der unterschiedlichen am Prozess beteiligten Akteure und übernimmt die organisatorische und inhaltliche Koordination des Projektes. Er steht jederzeit für Fragen und Anregungen zum Projekt unter der Rufnummer 02165/915-2005 oder per E-Mail unter michael.schmeisser@juechen.de zur Verfügung.

Ein Kernteam aus der Verwaltung unterstützt ihn dabei und führt mit ihm Analysen und die fachübergreifende Planung von Inhalten durch.

Die Steuerungsgruppe ist das Gremium zur Erarbeitung der Ziele und Maßnahmen des Handlungsprogramms. Sie wird aus Vertreter/innen aus unterschiedlichen institutionellen Akteuren (z.B. Wirtschaftsunternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, NROs, Verbände, Kirchen, Politik etc.) zusammengesetzt, die aufgrund ihrer Stellung oder Funktion unterschiedliche gesamtgesellschaftliche Interessen vertreten. Innerhalb der Steuerungsgruppe sind alle Akteure gleichberechtigt und entwickeln mit ihren jeweiligen spezifischen Kenntnissen die Nachhaltigkeitsstrategie auf Augenhöhe.


1. Steuerungsgruppensitzung

Am 28. Juni 2016 fand die 1. Sitzung der Steuerungsgruppe im Sitzungssaal des Rathauses statt.
Im Vorfeld war durch die Verwaltung und die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. der Entwurf einer Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse für die ehemalige Gemeinde Jüchen, heutige Stadt, erarbeitet worden. Grundlage waren unter anderem quantitative Daten und bestehende Konzepte in verschiedenen Bereichen einer nachhaltigen Entwicklung im Kontext der globalen 2030-Agenda. Hierzu gehören z.B. Bildung, gesellschaftliche Teilhabe, Gender, Klima und Energie.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten nach Vorstellung des Projektes die Möglichkeit, Anregungen und Ergänzungen zu der Analyse zu äußern.
Anschließend konnten die Teilnehmer unter der Fragestellung „Welche Themenfelder einer Nachhaltigen Entwicklung sind prioritär für die Nachhaltigkeitsstrategie der Gemeinde Jüchen?“ die aus Ihrer Sicht zu priorisierenden Themengebiete auswählen.
Detailliertere Informationen über die Veranstaltung können Sie dem Protokoll der ersten Steuerungsgruppensitzung entnehmen.
Die Ergebnisse der Veranstaltung dienen als Anregung für das Kernteam, dass unter Berücksichtigung fachlicher Aspekte einen inhaltlichen Vorschlag für die nächste Sitzung der Steuerungsgruppe erarbeitet. 


2. Steuerungsgruppensitzung

Am 8. Dezember 2016 fand die 2. Sitzung der Steuerungsgruppe im Sitzungssaal des Haus Katz in Jüchen statt.

Anhand der Ergebnisse der Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse sowie der Priorisierung durch die Steuerungsgruppe und das Kernteam wurden 6 Themenfelder identifiziert, welche für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Jüchen in den kommenden Jahren von besonderer Bedeutung sein werden. Dabei handelt es sich um die Themengebiete:

  • Demografie
  • Gesellschaftliche Teilhabe & Gender (inkl. Bildung)
  • Klima & Energie (inkl. Mobilität)
  • Arbeit & Wirtschaft
  • Natürliche Ressourcen & Umwelt
  • Globale Verantwortung & Eine Welt


Die Themenfelder wurden in der zweiten Sitzung vorgestellt und darauf aufbauend erste Ansätze für die Entwicklung von Leitlinien zu den 6 Themenbereichen diskutiert und entwickelt. Weitere Einzelheiten der Sitzung können dem entsprechenden Protokoll entnommen werden.


3. Steuerungsgruppensitzung

Die 3. Sitzung der Steuerungsgruppe fand am 26. April 2017 im Sitzungssaal des Haus Katz in Jüchen statt.

Zu Beginn wurden die verschiedenen Zielebenen im Rahmen des Projektes erläutert und die unterschiedlichen Anforderungen an Leitlinien, strategische und operative Ziele noch einmal erklärt. Anschließend konnten die anhand der Ergebnisse der vorangegangen Sitzungen erarbeiteten Entwürfe für Leitlinien und strategische Ziele offen diskutiert werden.

Nachdem ein Grundkonsens aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Leitlinien und strategischen Ziele erreicht wurde, wurden darauf aufbauend erste Ansätze für operative Ziele diskutiert und entwickelt. Während die strategischen Ziele einem langfristigen Zeitplan (bis zum Jahr 2030) zugrunde liegen, haben die operativen Ziele mittelfristigen Charakter (zwischen 3 und 8 Jahren). Darüber hinaus müssen sie die sogenannten SMART-Kriterien (spezifisch, messbar, akzeptiert/ambitioniert, realistisch, terminiert) erfüllen.


4. Steuerungsgruppensitzung

In der 4. Sitzung der Steuerungsgruppe am 7. September 2017 stellte die Verwaltung die ausgearbeiteten und mit der LAG 21 NRW abgestimmten operativen Zielsetzungen vor. Diese konnten anschließend ausführlich von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert werden.  Infolge dessen wurden  nochmals Änderungen vorgenommen, bevor die operativen Ziele mehrheitlich von der Steuerungsgruppe beschlossen wurden.

Anschließend konnten die Anwesenden unter den operativen Zielen eines jeden Themenfelds eine Priorisierung vornehmen. Priorität sollten hierbei besonders relevante und gut umsetzbare Ziele erhalten. Zu den von der Mehrheit priorisierten operativen Zielen konnten daraufhin Maßnahmen und Leitprojekte zur Umsetzung der Ziele in Gruppen erarbeitet werden.


5. Steuerungsgruppensitzung

Die 5. und vorerst letzte Sitzung der Steuerungsgruppe fand am 9. Januar 2018 statt. In dieser wurden die von der Verwaltung ausgearbeiteten Maßnahmen präsentiert und abschließend zur Diskussion gestellt. Außerdem hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, für jedes Themenfeld Maßnahmen zu priorisieren, die ihrer Ansicht nach besonders wichtig für eine nachhaltige Entwicklung Jüchens sind.  

Alle Teilnehmenden stimmten zu, den erarbeiteten Maßnahmenkatalog als wichtigsten Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie Jüchens den politischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. 


Beschluss der Nachhaltigkeitsstrategie

Am 22. März fand das knapp zwei Jahre andauernde Projekt „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ seinen offiziellen Abschluss. Während im Universitätsclub in Bonn die 15 Modellkommunen aus Nordrhein-Westfalen für Ihre Arbeit ausgezeichnet wurden, verabschiedete der Rat der ehemailgen Gemeinde, heutige Stadt, Jüchen am Abend im Haus Katz einstimmig die Jüchener Nachhaltigkeitsstrategie.  

Obwohl die Verabschiedung durch den Rat das offizielle Ende des Projektes markiert, ist dies erst der Anfang. Nun muss das Strategiepapier mit Leben gefühlt und die Verwirklichung der 6 Leitlinien, 18 strategischen Ziele, 38 operativen Ziele und 60 Maßnahmen aktiv vorangetrieben werden.

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